Bild: Deutsche Telekom AG

Schnelles Internet: Ilmenau bekommt Vectoring

Information der Deutschen Telekom AG, Corporate Communications vom 12. April 2016

  • Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde durch Vectoring bald möglich
  • Bauarbeiten starten jetzt - Bereitstellung bis Jahresende 2016 geplant



Unterzeichnung des Vertrages zum schnellen Internet zwischen dem Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber und Marcel Albert, Telekom (rechts im Bild); Foto: Stadtverwaltung Ilmenau

Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich doppelt freuen: Die Telekom hat die Teile der Stadt Ilmenau (mit den Ortsteilen Manebach, Oberpörlitz und Unterpörlitz), die unter der Vorwahl 03677 erreichbar sind, in ihr Ausbauprogramm 2016/2017 aufgenommen. Davon werden rund 6500 Haushalte profitieren, die allesamt mit VDSL-Anschlüssen ausgestattet werden. Die Anschlüsse werden beim Herunterladen eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erzielen und beim Heraufladen bis zu 40 MBit/s. Eine entsprechende Vereinbarung dazu wurde heute zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt, Gerd-Michael Seeber, und Vertretern der Telekom unterzeichnet. Um die Bürgerinnen und Bürger besser versorgen zu können, plant die Telekom, über 20 Kilometer Glasfaserleitungen neu zu verlegen und über 40 Schaltverteiler aufzubauen oder vorhandene Schaltverteiler zu erweitern.




Unterzeichnung des Vertrages zum schnellen Internet zwischen dem Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber und Marcel Albert, Telekom (rechts im Bild); Foto: Stadtverwaltung Ilmenau

Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Gerd-Michael Seeber, Oberbürgermeister der Stadt Ilmenau, sagt: „Das Internet ist für Familien und Unternehmen heute unverzichtbar. Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung von Familien und Unternehmen bemühen. Die Deutsche Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur unsere Stadt, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf. So bleibt unsere Stadt als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiv."


Wie der Ausbau weitergeht
Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. „Unser Ziel ist es, mindestens 80 Prozent der Anschlüsse im Vorwahlbereich mit VDSL-Geschwindigkeit zu versorgen", sagt Marcel Albert, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom im Ilm-Kreis. „Wie das Ausbaugebiet endgültig aussieht, entscheidet sich aber erst während der Feinplanungen." Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle, etwa die vorhandenen Leerrohr-Kapazitäten oder das erreichbare Kundenpotenzial. Um VDSL mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s anbieten zu können, muss in den Verteilerkästen am Straßenrand die neue Vectoring-Technik eingesetzt werden. Deshalb steht die Größe des Ausbaugebiets auch immer unter der vorbehaltlichen Zustimmung der Bundesnetzagentur, die jeden einzelnen Verteilerkasten freigeben muss. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Juni beginnen und innerhalb von vier Monaten abgeschlossen sein. Die schnellen Anschlüsse werden den Kunden bereitgestellt, sobald einzelne technische Abschnitte, sogenannte Ringe, fertiggestellt sind.

Interessierte Kunden können sich über die Internetseite www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland und die Hotline 0800 330 3000 über Angebote und Ansprechpartner informieren. Auf der Internetseite ist es außerdem möglich, sich zu registrieren: Kunden, die so verfahren, werden von uns kontaktiert und können dann zur Inbetriebnahme unmittelbar in die höheren Geschwindigkeiten und die neuen Produkte wechseln.

Drei Schritte zum schnellen Internet
Die Telekom wird bis Ende 2016 die Zahl ihrer VDSL-Anschlüsse von 12 auf 24 Millionen erhöhen und außerdem das Tempo im VDSL-Netz beim Herunterladen auf maximal 100 MBit/s verdoppeln und beim Heraufladen von 10 auf 40 MBit/s sogar vervierfachen. Gerade das Heraufladen wird immer wichtiger. Die Menschen nutzen das Internet heute aktiv. Sie teilen ihre Texte, Fotos und Videos übers Netz.

Um das schnelle Internet zu realisieren, sind drei Schritte notwendig: Erstens, auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium der Welt. In Glasfaser können Daten in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden.
Zweitens, die Verteilerkästen werden so über das Ausbaugebiet verteilt, dass die Entfernung zwischen Kunde und Verteilerkasten möglichst gering ist. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am Verteilerkasten wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit seines Anschlusses. Er ist prall gefüllt mit hochmoderner Technik. In ihm wird das Signal vom Glasfaserkabel auf eine Kupferleitung übergeben.
Drittens, auf der Kupferleitung, die vom Verteilerkasten zum Kunden führt, kommt Vectoring-Technik zum Einsatz: Sie macht den Daten auf dem Kupferkabel Beine, denn sie beseitigt die elektromagnetischen Störsignale, die es zwischen Kupferleitungen gibt. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.