Bild: TTI im November 2014

Ilmenau erhält Belobigung beim Deutschen Städtebaupreis 2014



Deutscher Städtebaupreis 2014 für TTI (Bild: Stadtplanungsbüro Wilke)

Architektonische und konzeptionelle Visitenkarte der Stadt –
TTI steht für 20 Jahre konsequente Stadtentwicklung

Anfang Oktober wurde der Deutsche Städtebaupreis 2014 in Stuttgart verliehen. Ilmenau hatte sich mit dem Projekt Technologie Terminal Ilmenau um den Städtebaupreis 2014 beworben – und wurde mit einer Belobigung ausgezeichnet.

Aus der Laudatio

Das Technologieterminal Ilmenau fügt sich als strategischer Baustein in eine über 20 Jahre konsequent verfolgte Stadtentwicklungsstrategie ein und gibt selbst weitere Entwicklungsimpulse für private Investitionen im Umfeld. In einer von Strukturwandel und Arbeitsplatzverlusten stark geforderten Kleinstadt geben das Bekenntnis zum Bildungsprofil durch die Universität, zum baukulturellen Erbe der Stadtgeschichte und zur Wertschätzung der landschaftlichen Bezüge die stabile Basis, auf der Einzelprojekte schrittweise zum schlüssigen Gesamtbild verbunden werden. Die Umnutzung des alten Bahnhofsgebäudes als Bindeglied zwischen Innenstadt und Universität wird architektonisch und konzeptionell zur Visitenkarte der Stadt.

Die Stadt Ilmenau arbeitet unter Federführung des Stadtplanungsbüros Dr. Wilke seit 2009 gemeinsam mit dem Land Thüringen, der Technischen Universität Ilmenau, der Deutschen Bahn sowie privaten Firmen und Instituten an der schrittweisen Umstrukturierung des alten Bahnhofsgeländes – Hauptbahnhof Ilmenau. Das Areal in zentraler innerstädtischer Lage war zwischen Gleisen und neu gebauter Bundesstraße in eine Insellage geraten, geprägt von leerstehender Bausubstanz, mit schlechtem Image die Stadteinfahrt belastend. Aus einer städtebaulichen Problemlage wurde ein modernes Technologie- und Gründerzentrum entwickelt, das die Altstadt mit dem Campus der Technischen Universität Ilmenau und das Naherholungsgebiet Ilmenauer Teiche miteinander verbindet. (Quelle: www.staedtebaupreis.de)

Die Laudatio hielt Dr. Rena Wandel-Hoefer. Sie ist die Vorsitzende der Jury und als Baudezernentin in Saarbrücken tätig.

Insgesamt bewarben sich 44 Projekte um den Städtebaupreis. Unter den Teilnehmern waren u. a. Projekte der Städte Berlin, Potsdam, Bremen, Aachen, München, Erfurt und Weimar.

Mit dem Deutschen Städtebaupreis werden städtebauliche Projekte prämiert, die sich durch nachhaltige und innovative Beiträge zur Stadtkultur sowie zur räumlichen Entwicklung im städtischen und ländlichen Kontext auszeichnen.