Bild: Pfingstrosen

Dokumentation aus dem Jahr 1977 begleitet Ilmenauer Arbeiterfamilie

Das GoetheStadtMuseum hat vom MDR den Dokumentarfilm „Arbeiterfamilie in Ilmenau" des Regisseurs Richard Cohn-Vossen erhalten.

Diese 20-minütige Dokumentation aus dem Jahr 1977 begleitet eine Arbeiterfamilie, die im Porzellanwerk Ilmenau tätig war. Der Originalfilm wurde in der DDR nie gezeigt.

Der Regisseur Richard Cohn-Vossen zählte zu den bekanntesten Dokumentaristen der DEFA. Mit der Unterzeichnung der Resolution gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns im Jahr 1976 stand das Ende seiner Karriere als Filmemacher bei der DEFA fest. Die Zulassung zum gerade fertiggestellten Film „Arbeiterfamilie in Ilmenau“ wurde ihm verweigert, andere seiner Arbeiten wurden nicht mehr in den Kinos gezeigt.
Cohn-Vossen stellte einen Ausreiseantrag und siedelte 1979 in die Bundesrepublik über. Von da an arbeitete er beim Norddeutschen Rundfunk.

Cohn-Vossen schmuggelte die Rohschnittfassung des Filmes in die Bundesrepublik. Erst im Jahr 2011 wurde die Filmdokumentation durch die DEFA-Stiftung restauriert und kann nun auch in Ilmenau gezeigt werden.

Das GoetheStadtMuseum zeigt den Film am 1. Mai 2014 um 10 Uhr, 11 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr. Da im Filmraum nur 28 Plätze zur Verfügung stehen, wird um Voranmeldung gebeten per E-Mail an museum@ilmenau.de oder unter der Telefonnummer 03677 – 600 321 (Di-So 10-17 Uhr). Für die Filmvorführung ist kein zusätzlicher Beitrag zu zahlen, es fällt nur der übliche Museumseintritt an.