Bild: Manebach, Fotograf: Werner Nickel

Staatlich anerkannter Erholungsort: Manebach will sich erneut um Prädikat bewerben

Noch bis Dezember 2014 darf sich der Ortsteil Manebach mit dem Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort" schmücken, welches ihm 1999 verliehen wurde. Um das auch die nächsten Jahre tun zu dürfen, will sich der Ortsteil 2014 einer Qualitätsprüfung unterziehen, die beim Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit bis zum 12.12.2013 beantragt werden soll.

Nach der Befürwortung der Antragsstellung durch den Ortsteilbürgermeister und dem Stadtratsbeschluss sind bis zur eigentlichen Antragsstellung im Dezember die Mindestvoraussetzungen nachzuweisen. Dazu gehören neben einer öffentlichen Toilette, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste von mindestens drei Nächten, eine gute touristische Ausschilderung, der Nachweis über eine entsprechende Luftqualität noch viele weitere Faktoren. Für die touristischen Leistungsträger und die gepflegten Wander-, Skiwander- und Radwege und die Bewerbung der Angebote sind viele Akteure bei der Vorbereitung der Prädikatisierung involviert: die Stadtverwaltung, u.a. mit dem Sport und Betriebsamt, dem Stadtwegewart und der Ilmenau-Information, der Ortsteilbürgermeister mit dem Ortsteilrat, der Verein für Touristik und Heimatgeschichte Manebach e.V. und natürlich jeder Bürger, der beispielsweise mit einem gepflegten Umfeld um sein Grundstück das Erscheinungsbild von Manebach prägt.

Die Gründe für die angestrebte Prädikatisierung sind vielfältig: Trotz spürbarer Auswirkungen des geänderten Nachfrageverhaltens und des demografischen Wandels erfreut sich Manebach bei den Gästen großer Beliebtheit. Allein bei den vier statistisch erfassten Betrieben mit 10 und mehr Betten kam es zu deutlichen Zuwächsen. Die offiziellen Übernachtungszahlen in Manebach sind von 9.766 Nächten im Jahr 2009 auf 15.244 Nächte im Jahr 2012 gestiegen. 2012 lag die durchschnittliche Übernachtungsdauer erstmals bei den für staatlich anerkannte Erholungsorten geforderten drei Nächten. Dazu kommen zusätzlich die Übernachtungen der Gäste, die in den zahlreichen Ferienwohnungen und bei Privatvermietern übernachtet haben.

In dem langgestreckten Straßendorf mit insgesamt 1.514 (Stand 31.12.2012) Einwohnern haben für Bürger und Gäste verschiedene Gastronomieeinrichtungen ihre Türen geöffnet: vom Hotelrestaurant über die Bahnhofgaststätte, die Eisdiele bis hin zu Ausflugsgaststätten an den Wanderwegen erstreckt sich das Angebot. Aber auch das gepflegte Ortsbild, intakte Straßen, die gut ausgeschilderten Wander- und Skiwanderwege, der Ilmtal-Radweg durch den Ort oder der vorhandene ÖPNV, der Manebach mit Ilmenau aber auch über den Rennsteig bis Suhl auf einer direkten Linie verbindet, flossen positiv in die Kontrollbewertung 2009 ein. Dies soll auch 2014 wieder unter Beweis gestellt werden, wenn der Landesfachausschuss für Kur- und Bäderwesen nach der Antragsstellung nach Manebach kommt.