Vom Auerhahn zur Schwanendose - Kuriositäten der Tischkultur

SONDERAUSSTELLUNG im GoetheStadtMuseum

Vom Auerhahn zur Schwanendose -

Kuriositäten der Tischkultur

vom 29. April bis zum 14. Oktober 2018


Sonderführung: Vom Auerhahn zur Schwanendose - Kuriositäten der Tischkultur

Termin: Mittwoch 10 Uhr
Dauer: 30 Minuten
Preis: 4,- Euro/Person zzgl. Eintritt Museum
Treff: Ilmenau-Information, Am Markt 1

Die Exposition des GoetheStadtMuseums präsentiert nicht nur die Bandbreite besonderer Ess- und Trinkgeschirre, sondern erzählt die Geschichten, die sich dahinter verbergen. Die Ausstellung bietet einen Querschnitt, insbesondere der kuriosen Gewohnheiten bei Tisch, von der Spätrenaissance bis zur Gegenwart.
Gruppenführung (30,-Euro zzgl. Eintritt) nach Vereinbarung buchbar. 

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Pastetendose in Form einer Ente
Pastetendose in Form einer Ente; Foto: GoetheStadtMuseum Ilmenau

Die Sonderausstellung des GoetheStadtMuseums Ilmenau gewährt einen interessanten Einblick in die Tischkultur vergangener Zeiten. Dabei stellt sie vor allem die Besonderheiten und Kuriositäten ins Rampenlicht. So gibt es sogenannte Schaugerichte, Geschirre in Form von Tieren und Pflanzen, zu bestaunen oder auch Scherzgefäße, die als Dekoration und als Aufbewahrungsgefäße für Nahrungsmittel und Getränke genutzt wurden. Sie dienten aber auch der Belustigung an der höfischen Tafel. Bevorzugte man bei mittelalterlichen Festbanketten noch kunstvoll drapierte echte Tiere wie Auerhähne, Truthähne und Schwäne oder bildete diese in Zucker, Tragant und Marzipan nach, so favorisierte man in der Barockzeit Pasteten- und Butterdosen aus Fayence und Porzellan.




Schwanendose
Pastetendose in Form eines Schwanes, Foto: Foto-ed Meiningen

Eine Spezialität der Ilmenauer Porzellanmanufaktur waren Schwanen- und Entendosen, die sich nicht nur in höfischen Kreisen, sondern auch beim Bürgertum großer Beliebtheit erfreuten. Aufbewahrt wurden darin Pasteten oder Butter. Ein historisches Rezept der Gaststätte „Auerhahn“ für eine Pastete dieser Art verrät so Einiges über die Qualität des Fleisches dieses heute seltenen Vogels, nach dem der Ilmenauer Berg „Kickelhahn“ benannt ist. In der Renaissancezeit luden Trinkgläser verschiedenster Art wie Schnapshunde, Stiefel oder Scherzpokale zum übermäßigen Feiern ein. Besonders filigran gearbeitete Glasschiffe, Trinkgefäße aus Venedig, waren kostbarer als Gold. In Thüringen wurden sie im 17. Jahrhundert in der Tambacher Glashütte nachgefertigt.




Deckeldose in Form eines Kürbisses
Deckeldose in Form eines Kürbisses; Foto: GoetheStadtMuseum Ilmenau

Die Exposition des GoetheStadtMuseums präsentiert nicht nur die Bandbreite dieser besonderen Gegenstände, sondern erzählt die Geschichten, die sich dahinter verbergen. Es wird auch der Frage nachgegangen, was sich in heutiger Zeit an Kuriosem auf dem gedeckten Tisch befindet. Bis zum 14. Oktober kann man beinah täglich (außer montags) von 10 bis 17 Uhr diese verschiedensten „Kuriositäten der Tischkultur“ von anno dazumal bis heute bewundern.