Bild: In der Waldstraße

Promenaden laden zum Spaziergang ein

Spazieren Sie auf den Spuren des einstigen Kur- und Bäderbetriebes und entdecken Sie die Ilmenauer Promenadenwege mit ihren zahlreichen Ruheplätzen und Denkmälern. Sie bilden eine harmonische Verbindung zwischen Stadt und der reizvollen Umgebung des Thüringer Waldes.

 

Blick von der Hertzer Promenade in Steinstraße
Blick von der Hertzer Promenade in Steinstraße
Hoffmanndenkmal in der Waldstraße
Hoffmanndenkmal in der Waldstraße
Schwesternsitz an der Prellerpromenade
Schwesternsitz an der Prellerpromenade



Angelegt wurden die Promenaden mit ihren Ruheplätzen Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Ziel, die Stadt Ilmenau zum Kurort zu entwickeln.
Da sich die Kuranlagen hauptsächlich im Ilmtal Richtung Manebach befanden, wo die Berge klares Wasser spendeten, erstreckten sich die alten Kurpfade im südwestlichen Teil von Ilmenau. Promenaden und gut gepflegte Wanderwege mit steinumfassten Ruhegrotten und Sitznischen, kleinen Erinnerungstafeln und Denkmälern durchzogen die angrenzenden Wälder. Die meisten dieser Tafeln und Steine wurden Bewohnern der Stadt gewidmet, die sich um das Wohl des Kurorts verdient gemacht hatten. Andere wurden zu Ehren von Kurgästen errichtet, die zur Pflege der Anlagen in die Verschönerungskasse eingezahlt hatten.
Mit dem ersten Weltkrieg kam der Kur- und Bäderbetrieb in Ilmenau zum Erliegen. Somit gerieten auch die Promenaden in Vergessenheit, sodass einige Ruhegrotten verfielen oder ganz verschwunden sind. In den letzten Jahren wurde dem entgegengewirkt und Plätze und Quellen liebevoll restauriert.

Weitere Informationen zu den Promenadenwegen und über die ehemaligen Kuranlagen, Quellen, Gedenkstätten und Ruhegrotten finden Sie in dem Buch „Die Ilmenauer Promenaden" .

 




Prellerpromenade Gedenkstein

Prellerpromenade


1894 wurde die Prellerpromenade zu Ehren, des im Vorjahres verstorbenen Badearzt Dr. Emil Preller, eingeweiht. Preller war zudem Sanitätsrat der Stadt Ilmenau und hatte seine eigene Badeanstalt gegenüber des heutigen Lessingparks. 1866 wurde er Besitzer der Ilmenauer Badeanstalt, des Kurhauses und des Kiefernnadelbades.
Die Prellerpromenade verläuft vom Hoffmanndenkmal in der Waldstraße am Waldrand bis zur Goetheallee.

Bergab erreichen Sie den Stadtpark mit dem ehemaligen Wellenbad.




Hertzer Promenade Gedenkstein

Hertzerpromenade

Der Entwurf und Bauausführung des Wellenbades im Stadtpark lagen in den Händen von Johann Christian Hertzer, der später Bürgermeister werden sollte. In seiner Amtszeit (1849-1873) entstanden ebenfalls viele bedeutende Gebäude, u.a. der Kickelhahnturm und die Sophien- bzw. Lesehalle (heute Café). 1898 wurde ihm zu Ehren die Hertzerpromenade am Fuße des Lindenbergs zwischen der heutigen  Rennschlittenbahn und dem Skilift errichtet.


Spazieren auf alten Kurpfaden

Nicht nur „Über allen Gipfeln ist Ruh" sondern auch im „Anmutig Tal".....

Erkunden Sie die alten Kurpfade selbst, schnuppern Sie die "Champagnerluft" des 19. Jahrhunderts und entdecken Sie die malerischen Gründerzeit- und Jugendstil-Villen auf dem Weg durch das sogenannte Südviertel Ilmenaus.


Preller- und Hertzerpromenade

Festhalle - Goetheallee - Prellerpromenade - Beschilderung NordicWalking-Strecke 3 folgen - Hertzerpromenade - Steinstraße - Wielandstraße - Ritzebühl - Waldstraße - Thomas-Mann-Straße - alter Kurpark - Naumannstraße - Festhalle

Gruppenangebot: Champagnerluft genießen - Spazieren auf alten Kurpfaden



Berggrabenwege, Sturmheide, Sophienthal und Hangeberg

Festhalle - Naumannstraße - Lindenstraße - Treppenschacht - Wenzelsberg - Unterer Berggraben - Bergmannskapelle - Zechenhaus (Beschilderung Mittlerer Berggraben folgen) - Bärentiegel - Schaefferdenkmal - Unterer Berggraben (Richtung Ilmenau) - Dihms Platz - Pindarsquelle (direkt an L 3004) - Straße überqueren und dem Weg entlang der Ilm Richtung Stadt folgen - Festhalle




Die Anlage Sophienthal, benannt zu Ehren der Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach (1824-1897), wurde vom Badeverein der Kaltwasseranstalt Ilmenau am 18. August 1853 eingeweiht. Sie entstand nach Plänen von Hofgärtner Eduard Petzold (1815-1891) aus Weimar am Unteren Berggraben ursprünglich mit Rasenbeeten, Gartenanlage, Schutzhütte, Ilmenauer Gatter und Springbrunnen. Petzold hatte einst unter Hermann Fürst v. Pückler-Muskau seine Ausbildung zum Gartengestalter erhalten. 

1867 weilte die Großherzogin Sophie mit ihren beiden Töchtern Maria und Elisabeth in Ilmenau. Sie wohnten im Jagdhaus Gabelbach. Während des Besuches wurde von ihr am 30. Juli im Sophienthal ein Kinderfest für die Schuljugend ausgerichtet.