Bild: GoetheStadtMuseum im Amtshaus

Sonderausstellungen

Das GoetheStadtMuseum Ilmenau bietet seinen Gästen regelmäßig Sonderausstellungen zu stadtgeschichtlichen und überregionalen Schwerpunkten an. Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen verschiedene Aspekte der Geschichte Ilmenaus, von der Entwicklung bestimmter Industriezweige, wie die  Spielwarenherstellung, bis hin zu wichtigen Persönlichkeiten, die in Ilmenau wirkten. Zum anderen gibt es aber auch eine Kopplung an Themenjahre wie 2010 zum Thema "250 Jahre Thüringer Porzellan" oder 2017 zum 500jährigem Reformationsjubiläum.

Im Jahr 2017 ist nur für kurze Zeit eine Ausstellung zu sehen, die vor allem Einblick in die Museumsarbeit hinter den Kulissen gewähren soll. Unter den Titel "Von Max Ackermann bis zur Prunkvase - Ankäufe des GoetheStadtMuseums Ilmenau seit 2010" sind sonst verborgene Museumsschätze zu bestaunen.
Die zweite Sonderausstellung  ist einem Ilmenauer Künstler gewidmet. "Menschenbilder - Impressionen des Ilmenauer Malers und Grafikers Paul Walter Heider" heißt die Schau, in der der tätige Mensch im Fokus steht. Ergänzend dazu werden Heiders Lanschaftsbilder in der Ilmenauer Hauptfiliale der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau gezeigt.
Die dritte Ausstellung stellt den Theologen und Pfarrer Wilfri(e)d Spinner vor, der 1885 im Auftrag des Weimarer Herzogs nach Japan reiste, um die jungen evangelischen Gemeinden in Tokio und Yokohama zu betreuen. Damit beleuchtet die Ausstellung die spannende Geschichte evangelischer Missionsbestrebungen in einem weit entfernten Land am Ende des 19. Jahrhunderts und bietet die Möglichkeit, einem weniger bekannten Teilaspekt des großen Reformationsthemas auf die Spur zu gehen.


AKTUELL

Wilfri(e)d Spinner - Schweizer Theologe

in Japan und Thüringen

Seine Sammlung japanischer Kult- und Pilgerbilder

29. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich (VMZ)



Die Zehn Daseinsstufen der menschlichen Seele nach der Lehre der japanisch-buddhistischen Tendai-Schule. Völkerkundemuseum der Universität Zürich, Inv.-Nr. 19427

Das GoetheStadtMuseum Ilmenau zeigt derzeit eine neue Sonderausstellung über den Schweizer Theologen und Missionar Wilfri(e)d Spinner. Die Schau widmet sich damit einem Teilaspekt des in diesem Jahr allseits gegenwärtigen Reformationsjubiläums. Sie beleuchtet die spannende Geschichte evangelischer Missionsbestrebungen des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach in einem weit entfernten Land am Ende des 19. Jahrhunderts.
Der Züricher Theologe Wilfri(e)d Spinner ist in Thüringen wenig bekannt, obwohl er von 1892 bis 1896 Oberpfarrer in Ilmenau war und danach in Weimar als Oberhofprediger und Generalsuperintendent tätig war. Als Mitbegründer des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins AEPM war er einer der ersten Europäer der den evangelischen Glauben in das weit entlegene Japan brachte. Von Herzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach erhielt er 1885 den Auftrag, die jungen evangelischen Gemeinden in Tokio und Yokohama zu betreuen und dort gleichzeitig missionarisch tätig zu sein. Neben seinen Bemühungen, die evangelische Religion der einheimischen Bevölkerung nahezubringen, beschäftigte er sich intensiv mit der Glaubenswelt der Japaner. Er war ein begeisterter Sammler japanischer Kult- und Pilgerbilder und setzte sich intensiv mit dem spezifischen Buddhismus Japans auseinander. Seine wertvolle Sammlung fragiler  religiöser Papierrollen und Amulette, zumeist aus buddhistischen Tempeln, bewahrt das Völkerkundemuseum Zürich und stellte einen Großteil davon im Jahr 2014/15 im Rahmen einer Sonderausstellung aus. In enger Zusammenarbeit mit dem Völkerkundemuseum Zürich werden diese Zeugnisse japanischer Alltagskultur nun erstmals umfänglich in Deutschland im GoetheStadtMuseum Ilmenau präsentiert. Gleichzeitig wird ein biografischer Abriss Wilfri(e)d Spinners gegeben, zu dem sowohl seine Missionarstätigkeit in Japan, als auch seine pfarramtlichen Pflichten in Thüringen gehören.

Weitere Informationen finden Sie hier.



RÜCKBLICK