Bild: Amtshausdetail

Sonderausstellungen

Das GoetheStadtMuseum Ilmenau bietet seinen Gästen regelmäßig Sonderausstellungen zu stadtgeschichtlichen und überregionalen Schwerpunkten an. Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen verschiedene Aspekte der Geschichte Ilmenaus, von der Entwicklung bestimmter Industriezweige, wie die  Spielwarenherstellung, bis hin zu wichtigen Persönlichkeiten, die in Ilmenau wirkten. Zum anderen gibt es aber auch eine Kopplung an Themenjahre wie 2010 zum Thema "250 Jahre Thüringer Porzellan" oder 2017 zum 500jährigem Reformationsjubiläum.

Im vergangenen Jahr stand die Ausstellung "Technische Innovationen aus der Region Ilmenau" im Zusammenhang mit der „Langen Nacht der Technik“, am 28. Mai 2016. Das GoetheStadtMuseum Ilmenau öffnete an diesem Abend seine Türen bis 22 Uhr und lockte mit Führungen durch die Technikausstellung sowie einem außergewöhnlichen Rahmenprogramm mit Klangschalen, Kristallharfe Didgeridoo und Goetheversen zahlreiche Besucher 'nachts ins Museum'.

Im Jahr 2017 ist die erste Sonderausstellung dem Ilmenauer Maler und Grafiker Walter Heider (1909-1989) gewidmet. Die zweite Ausstellung mit dem Titel "Wilfrid Spinner - Schweizer Theologe in Japan und Thüringen. Seine Sammlung japanischer Kult- und Pilgerbilder" bietet die Möglichkeit, einem weniger bekannten Teilaspekt des großen Reformationsthemas auf die Spur zu gehen. Erzählt wir die spannende Geschichte evangelischer Missionsbestrebungen des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach in einem weit entfernten Land am Ende des 19. Jahrhunderts.

AUSBLICK

Menschenbilder - Impressionen des Ilmenauer Malers

und Grafikers Walter Heider (1909-1989)

21. Mai 2017 bis 8. Oktober 2017



Walter Heider:

Die Ausstellung ist dem überaus reichhaltigen Schaffen des Ilmenauer Malers und Grafikers Walter Heider gewidmet. Er wurde 1909 in Ilmenau geboren und erhielt eine erste Ausbildung als Anstreicher im elterlichen Malergeschäft. Sein großer Traum, am Bauhaus bei Paul Klee zu studieren, ging aus finanzieller Not nicht in Erfüllung. Mit erstaunlichem Engagement bildete sich Walter Heider autodidaktisch weiter, dabei stand der Mensch Zeit seines Lebens im Mittelpunkt seiner Werke. Nach einer Studienreise nach Schweden zu seinem Bruder zu Beginn der 1930er Jahre begann Heider vor allem tätige Menschen zu zeichnen. Als außerordentlich guter Beobachter hielt er das Gesehene in expressiv-realistischer Darstellungsweise fest. In den 50er Jahren beschäftigte sich Walter Heider verstärkt mit druckgrafischen Techniken, vor allem der Lithografie. Seine Werke fanden vielfach Anerkennung auf Kunstausstellungen in Dresden und in verschiedenen Thüringer Orten. Später, in den 60er und 70er Jahren, entfernte sich Walter Heider von seinem realistischen Malstil, versuchte sich in kubistischen Kompositionen, wobei der Mensch immer Mittelpunkt seines Werkes blieb. Die verdiente Anerkennung blieb ab Anfang der 60er Jahre aus. Walter Heider zog sich mehr und mehr ins Private zurück. Sein Gesamtwerk wird von seiner Tochter bewahrt und ist gänzlich unbearbeitet. Die Sonderausstellung des GoetheStadtMuseums Ilmenau soll nach vielen Jahren erstmals an den vergessenen Ilmenauer Künstler erinnern.

 


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