Bild: Museum - Porzellan

Sammlung

Die Ursprünge der musealen Sammlung gehen auf Initiativen engagierter Ilmenauer Bürger im 19. Jh. zurück. Initiator war der Lehrer und Gründer der Gewerbeschule Bruno Schulz (1824-1890), dessen weitreichende Verdienste um die Stadt mit einem Gedenkstein am Bahnhof Ilmenau-Bad Würdigung fand. Sammlungswürdig empfanden unsere Vorgänger vor allem Schriften und Bücher, später kamen kleinere Gegenstände hinzu. Die Anlage einer größeren Möbel- und Gerätesammlung schränkte mangelnde Lagerkapazität jedoch ein. Deswegen besteht heute noch die Sammlung zu einem großen Teil aus Schrift- und Druckwerken.

Überwiegend ehrenamtlich betreut, erlebte das Museum und seine Sammlung eine Zeit wechselnder Wahrnehmung, in der wenig Möglichkeiten des Etablierens bestanden. Die Unterbringung der Sammlung gab immer wieder Anlass zu Beanstandung. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde trotzdem dank des Einsatzes ehrenamtlicher Förderer des Museums für ihre Erweiterung gesorgt, z. B. durch regionalspezifische Gemälde, Grafiken (darunter frühe Goethe-Drucke), Ilmenauer Münzen, einmalige Ilmenauer Porzellane und Gläser, Textilien, Möbel und andere Objekte des täglichen Lebens.

Seit 1990 tragen veränderte Rahmenbedingungen dazu bei, den bis dahin wenig beachteten stadtgeschichtlichen Aspekt in der Museumsarbeit mehr Raum zu geben. Allmählich verbesserten sich die Lagerungs- und Bearbeitungsbedingungen. Inzwischen gehören rund 10.000 Objekte der musealen Sammlung an. Schwerpunkte der Sammlungs- und Forschungstätigkeit liegen auf den Themen Ilmenauer Porzellan, Glas, Bergbau, Kur- und Badewesen und Goethe und seine Zeit. Darüber hinaus gibt unsere Sammlung zu fast allen Themen der Stadtgeschichte Auskunft und steht Regionalgeschichtsforschern und Fachwissenschaftlern zur Verfügung. Unsere Fachbibliothek wurde ständig ergänzt und ist heute mit ihren rund 4.000 Bänden die umfassendste Präsenzbibliothek zur Regionalgeschichte.