Bild: Markt mit Rathaus und Amtshaus

Die Stadt Ilmenau beteiligt sich am Internationalen Gedenktag - "NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen" 2018

Am kommenden Sonntag wird der Internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen" begangen. Auch in unserer heutigen Zeit werden in Deutschland jährlich tausende Frauen Opfer von körperlicher, sexueller und seelischer Gewalt. Trotz dieser Zahlen ist jedoch dieses Thema in den Medien recht wenig präsent.

Um effektiv über Hilfsangebote und mögliche Auswege zu informieren und Betroffene wirksam zu erreichen muss dieses Problem jedoch vor allem Inhalt in der öffentlichen Kommunikation werden, um die nötige Aufmerksamkeit zu erfahren.

Betroffene erhalten Hilfe beim 24 Stunden pro Tag besetzten und an 365 Tagen im Jahr erreichbaren Hilfetelefon mit der Rufnummer 08000 116 116 und im Internet, unter der Netzadresse www.hilfetelefon.de.



Internationaler Gedenktag -

Deshalb beteiligt sich die Stadtverwaltung Ilmenau, gemeinsam mit der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau, Vertretern des „Weißen Ringes" und dem „Netzwerk gegen Gewalt" des Ilm-Kreises, jährlich an der weltweit stattfindenden Fahnenaktion, die Fahne mit der Aufschrift: „frei leben - ohne Gewalt" vor einem ihrer Gebäude zu hissen. Die Fahne wurde am heutigen Freitag, dem 23.11.2018, um 08:00 Uhr vor dem Amtshaus am Marktplatz gehisst, wo sie bis kommenden Montag zu sehen sein wird.

Die städtische Gleichstellungsbeauftrage, Frau Katrin Hoh, informierte vor vielen interessierten Besuchern über die aktuellen Entwicklungen und verteilte wie gewohnt Informationsmaterial.
Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß betonte dabei, es sei sehr wichtig, dass Kommunen und andere Institutionen ihre öffentliche Bekanntheit einsetzten, um auf das Problem stärker und vor allem häufiger aufmerksam zu machen.




Internationalen Gedenktag -

Vor dem diesjährigen Gedenktag gegen Gewalt veröffentlichte Bundesfrauenministerin Frau Dr. Franziska Giffey die „Kriminalistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt", erstellt durch das Bundeskriminalamt. Demnach ist die häufigste Form der Gewaltausübung mit 49,1 % die körperliche, häusliche Gewalt durch Beziehungspartner im eigenen Zuhause. 82 % der Opfer sind dabei Frauen, 18 % der Opfer Männer.
Im Jahr 2017 starben insgesamt 147 Frauen durch sogenannte „Partnerschaftsgewalt". Es wurden insgesamt 138.893 Personen Opfer von Fällen versuchter oder vollendeter Gewalttaten. Hierzu zählen: Mord, Totschlag, Vergewaltigungen, sexuelle Nötigungen, Stalking, Zuhälterei und Zwangsprostitution sowie weitere Formen der Gewaltanwendung.