Bild: Amtshausdetail

Kleine Kinderschar kommt ins Museum – Sammler schenkt dem GoetheStadtMuseum Ilmenau Porzellane der Firma „Metzler & Ortloff"



Heinz Hoever, Kathrin Kunze, Erwin Ackermann (v.l.n.r.)

Heinz Hoever aus Friedrichshafen (im Bild links, rechts: sein Schwager Erwin Ackermann) ist leidenschaftlicher Sammler von Porzellanfiguren und forscht schon seit Anfang der 1980er Jahre zu verschiedenen Porzellanfirmen, unter anderem auch zur Ilmenauer Porzellanfabrik „Metzler & Ortloff". Noch zu DDR-Zeiten waren ihm bei seinen Streifzügen auf Flohmärkten und Sammlerbörsen neben den Porzellanfiguren von bekannten großen Herstellern wie Meißen, KPM oder Rosenthal auch immer wieder Thüringer Porzellanfiguren aufgefallen. Häufig trugen diese originellen und handwerklich hervorragend gearbeiteten Stücke die Initialen M & O im Markenstempel und animierten den Sammler, genaueres über diese wenig bekannte Firma herauszufinden. Im Rahmen seiner Recherchen wandte sich Herr Hoever auch an die damalige Leiterin des Ilmenauer Museums, Frau Claudia Fiala. Es entstand zunächst ein Briefkontakt, nach der Wiedervereinigung folgten Besuche und ein intensiver Austausch über alle bekannten und auch neu entdeckten Fakten zur Firmengeschichte, der bis in die heutige Zeit andauert.




„Metzler & Ortloff“-Porzellan

Bei seinem Besuch Mitte August diesen Jahres übergab Herr Hoever der jetzigen Museumsleiterin, Frau Kathrin Kunze, nicht nur eine aktualisierte Version seiner Forschungsergebnisse auf DVD, sondern überließ dem Museum auch fünf Porzellane dieser Firma: einen Trommler, einen Holländer mit Handkorb, einen Schusterjungen, ein Blumen pflückendes Mädchen sowie eine Jugendstilvase mit Straußenvogel. Die entzückenden Kinderfiguren und auch die Vase sind in zarten Pastelltönen gestaltetet, wie es für die Produktpalette von M & O typisch war.
Einige der Stücke lassen sich noch in die frühe Zeit ab 1900 datieren, andere wurden vermutlich in den 1930er oder 1950er Jahren hergestellt. Darüber geben zum einen die verwendeten Bodenmarken Auskunft, zum andern lassen sich auch durch Musterbücher oder historische Werbeprospekte zeitliche Zuordnungen vornehmen. Bei der nun anstehenden Inventarisierung der neuen Museumsobjekte wird auch das umfangreiche Aktenmaterial von Herrn Hoever eine große Hilfe sein.