Bild: Rathaus

Fiktives Gespräch zum Thema Handyparken in Ilmenau

Wo kann man mit einer sms über das Handy in Ilmenau parken?

 
 

An allen 4 gebührenpflichtigen Parkplätzen, wo auch Parkscheinautomaten stehen (Schloßmauer , Mühlenstraße , Mühltor und Friedhof ).

     

Wie funktioniert das Parken mit dem Handy eigentlich?

 
 

Man versendet eine sms an die Nummer 82114 und gibt das Kennzeichen ohne Leerzeichen und Bindestrich ein; z.B. IKXY123. Nach wenigen Sekunden erfolgt eine Bestätigung auf dem Display mit der Nachricht, dass man in Ilmenau für eine Stunde die Parkgebühr entrichtet hat. Nach 50 Minuten erhält man eine Benachrichtigung, dass die Parkzeit in 10 Minuten abläuft und es besteht die Möglichkeit, durch die Eingabe des Zeichens * zu verlängern und zwar wiederum für eine Stunde. Dies kann beliebig oft fortgesetzt werden.

     

Was kostet mich das?

 
 

Die zu entrichtenden Parkgebühren sind dieselben wie am Parkscheinautomat, das heißt 1 Euro für eine Stunde. Zusätzlich fallen noch die sms-Kosten an.

     

Warum geht dies immer nur für eine Stunde?

 
 

Das hat einen ökonomischen Hintergrund, bei einer kürzeren Taktzeit (30 Minuten) ist das Verhältnis Parkgebühr zu sms-Kosten ungünstig.

     

Ich habe kein Handy, keinen Handy-Empfang, meine Karte oder mein Akku sind leer, das System funktioniert nicht, ich will die Mehrkosten durch die sms-Gebühren sparen, ich bin mir sicher dass ich keine Stunde Parkdauer benötige oder aber ich benutze mein Handy nur zum Telefonieren ...

 
 

Da es sich um ein reines Zusatzangebot handelt, hat man nach wie vor die Möglichkeit und die Pflicht, auf herkömmliche Art, am Parkscheinautomat mit Kleingeld, die Parkgebühr zu entrichten.

     

Wie wird man kontrolliert, es liegt doch kein Parkschein mehr im Fahrzeug?

 
 

Die Kontrolleure wählen ebenfalls 82114, geben die letzten drei Zeichen des Fahrzeuges ein, welches keinen Parkschein ausgelegt hat und bekommen auf ihrem Handy-Display alle Fahrzeuge mit diesen drei Endziffern angezeigt, welche die Gebühr entrichtet haben.

     

Ist dies eigentlich mit jedem Handy möglich?

 
 

Im Prinzip spielt der technische Ausrüstungsstand des Handys keine Rolle, allerdings muss man gegenwärtig Vertragspartner von Vodafon, T-Mobile und e-plus sein.

     

Neben Sonneberg ist Ilmenau nach unseren Informationen erst die zweite Stadt, welche diese Möglichkeit anbietet. Was waren die Beweggründe?

 
 

Es gibt auch in anderen deutschen Städten Modellversuche von unterschiedlichen Anbietern. Wir haben uns für dieses System entschieden, weil hier alles ohne Anmeldepflicht bzw. Registrierung erfolgt.

     

Welche Vorteile sieht die Stadtverwaltung mit diesem Angebot?

 
 

Die Vorteile des Nutzers liegen auf der Hand und wiegen nach unserer Meinung die sms-Gebühren auf. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Restaurant, Eiscafe, Zahnarzt, Kino, Behörde, in einer Besprechung usw. und der Aufenthalt verlängert sich aus den unterschiedlichsten Gründen. Man schaut nicht ängstlich auf die Uhr und hofft, dass man keine Verwarnung erhält, sondern man verlängert bequem, an dem Ort, wo man gerade verweilt, seine Parkdauer. Nebenbei entfällt das lästige Suchen nach passendem Kleingeld und der Weg vom Auto zum Parkscheinautomat und zurück. Die 82114, die für ganz Ilmenau Gültigkeit hat, kann man auch im Handy speichern. Über Vorteile für die Stadtverwaltung heute schon zu sprechen wäre verfrüht, denn das hängt u.a. insbesondere von der Inanspruchnahme dieses Zusatzangebotes ab. Allerdings sollte man die Werbung für die Stadt Ilmenau durch die Einführung dieses "Produktes" nicht unterschätzen.

     

Muss dies sein?

 
 

Ich will dies mit einer Gegenfrage beantworten: Seit wann gibt es Handys? Die Beantwortung überlasse ich Ihnen. Nur soviel: aus kleinen Koffern, welche man Anfang der 90er Jahre mit sich trug, sind heute Minigeräte geworden, mit denen man fotografiert, Videos sieht, Musik abspielt, Fahrtrouten angezeigt bekommt, Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel oder Theaterkarten löst. Warum nicht auch die Parkgebühren damit bezahlen.

  Die eigentliche Antwort:  
 

Es muss natürlich nicht sein, aber warum sollte man nicht die technischen Möglichkeiten anwenden, wenn sie nun einmal vorhanden sind.

 
 
Schon seit 2007 in Ilmenau:
 
  Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.sunhill-technologies.com