Bild: Pfingstrosen

Ulmenpflanzung in Ilmenau



Bergulme am Grenzhammer bei Unwetter am 22.07.2015 umgestürzt

Während des Unwetters am 22.07.2015 ist die wohl größte, dickste und älteste Bergulme Deutschlands am Grenzhammer Ilmenau, unweit des ehemaligen Bahnhofs, umgebrochen. Übrig geblieben ist ein ca. 5 m hoher Torso.  [Artikel: Ilmenaus bekannteste und vermutlich Europas älteste Ulme fiel dem Unwetter zum Opfer]

Diese Ulme wurde im Jahr 1956 als Naturdenkmal ausgewiesen, der Stamm hatte zuletzt einen Stammumfang von etwa 7 m.

Das Besondere an dieser Ulme war nicht nur die imposante Baumerscheinung, sondern auch die offensichtliche Resistenz gegenüber der Holländischen Ulmenkrankheit, auch als Ulmenwelke oder Ulmensterben bekannt, die für den Verlust des fast gesamten Ulmenbestandes im Gebiet um Ilmenau verantwortlich war.

Um diese Resistenz zu überprüfen, wurden 2010 Kontakte zur Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau in Erfurt geknüpft und im März 2011 von einer großen norddeutschen Baumschule Reiser (Zweige) geschnitten. Unter Nutzung dieses genetischen Materials soll eine Vermehrung aufgebaut werden. Zwischenzeitlich konnte ein kleiner Bestand der Bergulme vom „Typ Ilmenau" in einer Baumschule kultiviert werden.

Ein Prototyp dieser Bergulme „Typ Ilmenau" wird am 17.05.2018 um 09:00 Uhr, unmittelbar in Nachbarschaft des Naturdenkmales Bergulme, am Grenzhammer durch den Oberbürgermeister der Stadt Ilmenau gepflanzt.
Ein Geschwisterbaum wurde bereits am 12.05.2018 in Stadtilm, anlässlich der 750-jährigen Ersterwähnung, im Kirchgarten gepflanzt.