Bild: Luftbildausschnitt Stützerbach mit Wappen (720x150)

Stützerbach



Luftbildausschnitt Stützerbach

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,

seien Sie herzlich willkommen im Staatlich anerkannten Luftkurort Stützerbach. Unser idyllischer Ort liegt in 590 – 828 m Höhe am Nordosthang des Thüringer Waldes inmitten einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft. Eingebettet in ausgedehnte Wälder und Wiesen erleben Sie in einer Zone des UNESCO-Biosphärenreservates Thüringer Wald urwüchsige Landschaft, glasklare Bäche, seltene Pflanzen und Tiere.

Stützerbach ist geprägt durch das Leben und Wirken von Goethe, seiner Glastradition und seiner Verbundenheit zur Lehre von Pfarrer Sebastian Kneipp. In Stützerbach wurden bereits seit 1932 Kneippkuren durchgeführt. Die klassische Kneipp-Kur bewirkt durch ihr ganzheitliches Therapiekonzept eine Harmonisierung von Körper, Geist und Seele auf natürliche Weise. Eine Kneippkur kann körperliche und seelische Funktionsstörungen ausgleichen und die Lebensgeister neu wecken. Der Ort verfügt über ca. 450 Betten in Hotels, Pensionen, Ferienhäusern sowie Ferienwohnungen.

Stützerbach ist im Vergleich zu seinen Nachbargemeinden ein verhältnismäßig junger Ort. Er liegt unweit der uralten Handelsstraße von Leipzig nach Nürnberg bzw. Würzburg in der Nähe des Rennsteigs. Der Name des Ortes ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. In einem Zinsbeleg von 1503 ist erstmals eine „schneidmohln von dem Stoczerbach an der Ilmen“ erwähnt. Daraus lässt sich schließen, dass die ersten ortsfesten Siedler Schneidemüller waren, die schon früh das Holz der Wälder verarbeiten und die Wasserkraft der hiesigen Bäche dafür nutzten. Neben der Nutzung des Waldes lässt sich anhand von Bodenfunden auch auf Bergbau und Erzverarbeitung schließen, urkundliche Zeugnisse hierfür fehlen jedoch.
Aus dem Jahre 1570 datiert ein Beleg über die Genehmigung zum Bau eines »Hofes im Stötzerbach«. Es handelte sich hierbei um einen Viehhof mit dem der Gräfliche Hofmeister und Amtmann Friedrich von Brandt durch den Grafen Poppo von Henneberg belehnt wurde. Damit erschien ‚Stützerbach’ als kleine Ansiedlung erstmals im Licht der politischen Öffentlichkeit.

Bis 1659 gehörte das damals winzige Örtchen zur „Gefürsteten Grafschaft Henneberg“. Das ehemals bedeutende Geschlecht der Henneberger starb 1583 in männlicher Linie aus. Von der nachfolgenden Erbteilung des hennebergischen Gebietes war auch Stützerbach direkt betroffen. Der den Ort durchfließende Bach Lengwitz, der sich am Ortsausgang in Richtung Ilmenau mit dem Taubach und Freibach zur Ilm vereinigt, wurde zur Ländergrenze. Dabei wurde der linksseits gelegeneTeil kurfürstlich-sächsischem, der rechtseitige Teil sächsisch-weimarischem Besitz zugeordnet. Nach 1815 fiel der kursächsiche Teil an Preußen; seitdem gab es bis 1946 ein Stützerbach P.A. (preußischer Anteil) und ein Stützerbach W.A. (weimarischer Anteil). Die Teilung hatte auch zur Folge, dass es fortan zwei Verwaltungen, also zwei Bürgermeister, zwei Schulen, zwei Kirchen, zwei Friedhöfe, zwei Forstämter, sogar zwei Feuerwehren, doppelte Vereine usw. gab. Die beiden Gotteshäuser und Friedhöfe sind heute noch sichtbares Zeichen einstiger Teilung. Nach 1946 kam „Gesamt“-Stützerbach zum Land Thüringen, 1949-1990 gehörte es innerhalb der DDR zum Bezirk Suhl und ist bis Ende 2018 dem Ilm-Kreis als Teil der Verwaltungsgemeinschaft „Rennsteig“ zugeordnet.

Zum 1. Januar 2019 soll Stützerbach als neuer Ortsteil in die Stadt Ilmenau aufgenommen werden.


Der Text wurde auf der Internetseite http://www.stuetzerbach.de gefunden, abgerufen am 01.06.2018.