Bild: Luftbildausschnitt Jesuborn mit Wappen (720x150)

Jesuborn



Luftbildausschnitt Jesuborn

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Jesuborn mit seinen heute ca. 400 Einwohnern am 15. Juni 1368 am St. Vitus Tag. Die Urkunde lagert im Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt. Die Eingemeindung des Ortes als Ortsteil von Gehren wurde erstmals 1923, dann endgültig 1950 vollzogen. Jesuborn liegt in einer Höhe von 464 m über NN, im Tal der Wohlrose mit den Bächen Trockenbach & Hellerbach am Nordhang des Langen Berges. Die Einwohner waren früher Fuhrleute, Bergleute, Hüttenarbeiter, Porzellan- u. Holzarbeiter, Waldarbeiter und kleine Landwirte. Markante Gebäude sind die Kirche, geweiht im Jahre 1819, die Schule, jetziges Bürgerhaus, 1910/11, das ehemalige Kammergut mit Gasthof "Schwarzburger Hof" 1728. Zur Deutung des Ortsnamens wurden die verschiedensten Überlegungen angestellt, wobei jahrhundertelang die Sage von einem segenspendenden Brunnen, an dem sich Wallfahrer labten und die Quelle aus Dankbarkeit mit dem Namen des Herren versahen, in aller Munde war. Warscheinlicher sind sprachwissenschaftliche Deutungen u.a. von Rudolf Fischer (Halle 1956), die den Namen aus dem althochdeutschen Wort "jesan" (schäumen, gären) ableiten und damit den "Jesuborn" im Sinne von "Gischtwasser" beschreiben. Wie auch immer, die Schreibweisen vom Mittelalter bis Heute sahen wie folgt aus: Yeseborn (1450), Jheseborn (1465), Geßeborn (1562), Jesuborn (1587), Gieseborn (1608), Jesubornn (1618), Jeßuborn (1658). Interessant ist das die Mundard "Giesborn" hervorgebracht hat, wobei das "ie", nicht als langes "i" gesprochen, sondern als "e" kurz mitgesprochen wird.

Nachdem Jesuborn im Laufe der Geschichte bereits mehrmals zu Gehren gehörte und wieder ausgemeindet wurde, bestand es seit 1950 endgültig als Ortsteil von Gehren.

Im Juli 2018 wurde Jesuborn als neuer Ortsteil in die Stadt Ilmenau aufgenommen.


Der Text wurde auf den Internetseiten http://www.jesuborn.de/html/jesuborn.html und http://www.gehren.eu/index.php?menuid=24 gefunden, abgerufen am 31.05.2018.