Bild: Rathaus

Amtliche Bekanntmachung

über die öffentliche Auslegung des 3. Entwurfes des Flächennutzungsplanes der Stadt Ilmenau gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Der Stadtrat der Stadt Ilmenau hat in seiner Sitzung am 23.03.2017 den 3. Entwurf des Flächennutzungsplanes, die Begründung und den Umweltbericht in der Fassung vom Januar 2017 gebilligt und gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch zur öffentlichen Auslegung bestimmt.

Der 3. Entwurf des Flächennutzungsplanes mit der dazugehörigen Begründung, der Umweltbericht sowie die wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen liegen im Zeitraum

vom 18.04.2017 bis 19.05.2017

im Auslegungsraum der Stadtverwaltung Ilmenau (Rathaus), Zimmer 128, Am Markt 7, öffentlich aus und können zu folgenden Zeiten eingesehen werden:

Montag und Mittwoch 08:00 - 12:30 und 14:00 - 16:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag 08:00 - 12:30 und 13:00 - 18:00 Uhr
Freitag 08:00 - 13:00 Uhr    

 

Im gleichen Zeitraum können der 3. Entwurf des Flächennutzungsplanes, die Begründung und der Umweltbericht auch online unter www.ilmenau.de - Bürgerinfo – Rathaus – Information der Stadtverwaltung – Bauamt - Stadtplanung eingesehen werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass diese Möglichkeit der Einsichtnahme keine Auslegung im Sinne des § 3 Abs. 2 Satz 1 BauGB darstellt.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

  • Umweltbezogene Stellungnahmen der Öffentlichkeit und von Behörden
  • Umweltbericht
  • Landschaftspläne

1. Wesentliche bereits vorliegende, umweltbezogene Stellungnahmen mit angesprochenen Themen:

Landratsamt des Ilm-Kreises:

  • Hinweise Bundeskleingartengesetz zur geplanten teilweisen Umnutzung der Kleingartenanlage am Schorteweg
  • Hinweise zu Oberflächengewässern und zukünftigen Bewirtschaftungsplänen/ Hinweis zur Aktualisierung der Gewässergüte der Oberflächengewässer
  • Hinweise zur Abgrenzung von Schutzgebieten/ Aktualisierung von Ausweisungen mit Schutzstatus

Thüringer Landesverwaltungsamt:

  • Konflikt Lage der Baufläche „Fischerhütte" im Überschwemmungsgebiet der Ilm
  • Abgrenzung und Aktualisierung der Wasserschutzzonen und des vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebietes der Ilm
  • Hinweis Betrachtung von raumbedeutsamen Windenergieanlagen auf Grund der Unwirksamkeit der Festsetzungen zu raumbedeutsamen Windenergieanlagen im Regionalplan Mittelthüringen
  • Hinweise zur Abgrenzung von Schutzgebieten nach Naturschutzrecht sowie Textkorrekturhinweise
  • Anregungen zu den einschlägigen Normen und Grundsätzen des Immissionsschutzes

Regionale Planungsgemeinschaft Mittelthüringen

  • Konflikt Lage der Baufläche „Fischerhütte" im Überschwemmungsgebiet der Ilm
  • eindeutige Aussagen zu raumbedeutsamen bzw. nicht raumbedeutsamen Windenergieanlagen angeregt

Thüringer Landesbergamt

  • Hinweise zum Altbergbau

Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha

  • Aussagen zur Bodenerosion sind zu vertiefen
  • allgemeine Hinweise zu Anpflanzungen

Landwirtschaftsamt Rudolstadt

  • Hinweise zur Überarbeitung der Aussagen zur Bodenerosion

ThüringenForst

  • Hinweis auf Einhaltung der notwendigen Waldabstände bei geplanten Bauflächen

Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Land

  • Hinweise zur Abgrenzung und Benennung von Schutzgebietsausweisungen

Arbeitsgruppe Artenschutz

  • Hinweis zum zu geringen Abstand der Wohnbebauung am Friedhof zum Kaltebadsteich
  • Hinweis zum Kaltluftabfluss nordwestlich des Johannesschachtes

Arbeitskreis Heimische Orchideen Thüringen e.V.

  • Hinweise zur Abgrenzung und Bezeichnung von Schutzgebietsausweisungen
  • Hinweise zum Vorkommen heimischer Orchideen
  • Erhalt von naturnah bestockten Baulücken
  • Herausnahme von Teilen des Kommunalwaldes aus der forstwirtschaftlichen Nutzung

2. Angaben dazu, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind

Bestandteil der ausgelegten Unterlagen sind auch die folgenden umweltbezogenen Informationen:

Umweltbericht:

Gemäß § 2a BauGB mit Bestandsaufnahme sowie Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen, mit Angaben zu den Schutzgütern Geologie und Boden (u.a. Auswirkungen der Flächenversiegelung), Klima und Luft (u.a. Auswirkungen auf die Kalt- und Frischluftproduktion), Tiere und Pflanzen (insb. Auswirkungen auf den Lebensraum), Landschaftsbild und Erholung (u.a. Auswirkungen über die Beeinträchtigung als Folge der Bebauung), Mensch (u.a. Auswirkungen auf Erholungsfunktion), Kultur- und Sachgüter (allgemein Auswirkungen auf Baudenkmäler, Naturdenkmäler, traditionellen, kulturhistorisch bedeutsamen Nutzungsformen), Wirkungsgefüge bzw. Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern sowie ergänzenden Angaben zum Schutz vor Störfällen, mit Überprüfung von Achtungsabständen und der Lärmaktionsplanung mit vorgeschlagenen Maßnahmen zur Lärmminderung. Weiterhin Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung und Nichtdurchführung der Planung (Einzelflächenbewertung der neu ausgewiesenen Bauflächen) mit Angaben zu Auswirkungen der vorgenannten Schutzgüter sowie zum Artenschutz.

Landschaftsplanung:

Bestehend aus drei Landschaftsplänen für Teilräume mit Beschreibung des gegenwärtigen Zustands von Natur und Landschaft und den naturräumlichen Gegebenheiten zu den Schutzgütern Geologie/Bodengeologie, Hydrologie, Klima, Arten- und Biotopschutz, Landschaftsbild und Erholung (mit Aussagen der vorhandenen und prognostizierten Nutzungskonflikte und Gefährdungen dieser Schutzgüter) sowie Beschreibung der Entwicklungskonzeption für Naturschutz und Landschaftspflege mit zugehörigem Maßnahmenkatalog für den Schutz, die Pflege und die Entwicklung von Natur und Landschaft. Ergänzend Formulierung von Anforderungen bzw. Vorgaben für andere Raumnutzungen (u.a. Hinweise für die Siedlungsentwicklung).

Während der Zeit der öffentlichen Auslegung können durch jedermann Stellungnahmen zum Entwurf des Flächennutzungsplanes schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Bei der Abgabe von Stellungnahmen ist die Angabe der Anschrift des Verfassers zweckmäßig. Eine Mitteilung des Abwägungsergebnisses ist anderenfalls nicht möglich. Ohne Zuordnung der Stellungnahme kann die Einschätzung der Betroffenheit privater Belange erschwert sein. Mit der Abgabe der Stellungnahme wird in die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogenen Daten zum Zweck der Durchführung des Flächennutzungsplanverfahrens eingewilligt. Über die eingegangenen Stellungnahmen wird in öffentlicher Sitzung des Stadtrates beraten und entschieden. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Flächennutzungsplan unberücksichtigt bleiben.

 

G.-M. Seeber
Oberbürgermeister


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